Archiv | Juli, 2012

Rampart

30 Jul

David Brown ist kein sympathisch-korrekter Polizist. Er ist korrupt, rassistisch, ein Chauvinist  durch und durch.

Aber vor allem ist er verzweifelt.

Man sieht ihn im Fernsehen wie er einen Mann – scheinbar ohne Grund – halb tot prügelt.  Und somit kommt eigentlich alles ins Rollen. Seine Familie, bestehend aus zwei  geschiedenen Frauen die Geschwister sind und zwei Töchtern drehen ihm langsam den Rücken zu. Wie eine Zecke beißt er sich in ihnen fest und merkt gar nicht wie er sie alle zu zerstören droht. Als wäre das noch nicht genug wird er noch einmal erwischt wie er einen Mann erschießt und es als Notwehr aussehen lassen will.

Wie das eben im Leben ist reißt alles auf einmal ein, das gesamte Leben und all die getroffenen Entscheidungen werden plötzlich hinterfragt und man steht vor dem Problem, ob man zu ihnen steht, oder eine Flucht wagt.

Woody Harrelson (bekannt aus The Hunger Games, Sieben Leben, Die Wutprobe)  ist die ideale Besetzung für Brown, denn er schafft es die Rolle fast schon zu glaubwürdig zu erscheinen. Er spielt keinen schönen-charmanten Cop, der die Frauenherzen erweichen lässt in seiner Uniform. Er ist kalt und starr. Sein markantes Gesicht scheint von einer Zeit gezeichnet in der er zu dieser extremen Person geformt wurde dir er darstellt.

Die Frage nach dem warum – wieso Brown zu dieser Person wurde – lässt der Film unbeantwortet.

Genauso wie all die Fragen, warum er verraten wurde, wieso gerade er und warum er überhaupt zum Schluss vielleicht doch noch sich all den Problemen stellt.

Viel mehr kann und will ich nicht zu diesem Film sagen. Er ist gut. Erschreckend gut. Zumindest für mich, das um es mal voll distanziert und korrekt zu sagen Charakterdesign. DER Charakter der einem so Angst einjagen kann obwohl nichts Schlimmes zu passieren scheint. Anschauen und mitgruseln.

Wer braucht da schon Horror-Filme?

Titel: Rampart

Erscheinungsjahr: 2011

Regisseur: Oren Moverman

Länge: 108 Min.

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Mein ganzer Stolz

24 Jul

Rasch-rasch, muss gleich weiter, aber ich kann mir nicht mehr verkneifen meine erste selbstgekochte Marmelade zu präsentieren.

Solche Aprikosen-Marmelade kenn ich von meiner Oma, und finde es immer traurig dass ich das nicht kann, will auch sowas Leckeres kreieren können. Ob es was geworden ist weiß ich um ehrlich zu sein noch nicht! Traue mich noch nicht zu kosten, weil ich befürchte ass es nichts geworden ist, auch wenn ich mich damit trösten könnte, aber naja.. ne ; )

Hat jemand ne Idee wie man die Marmelade vielleicht optimaler süßen kann? Befürchte der Gelierzucker ist naja, doch recht heftig Oo

Rumgesuchte

14 Jul

Vermutlich jeder kennt ein Strategiespiel, in dem es darum geht, mit einem anfänglich kleinen Stamm zu einer großen und mächtigen Zivilisation heranzuwachsen.

Ich persönlich hab früher eigentlich immer Age of Empires gespielt, ich fand es immer so putzig wie die kleinen Männer und Frauen auf die Jagd gingen oder dann Beeren gesammelt haben.  Krieg war nicht mal unbedingt mein Ding, aber es war irgendwie ja doch immer notwendig.

Dann kam die sehr lange Zeit ohne PC Spiele, geschweige denn solche strategie-Spiele.

Und jetzt vor etwas 2 Wochen lerne ich mal wieder warum das so gefährlich sein kann, sich mit so einem Höllen-Werk anzulegen!

Immer wieder ertappe ich mich dabei dass ich mir denke: „Hrmn… naja, noch eine Runde, dann geh ich ins Bett. … Naja gut, noch eine, sonst macht das ja keinen Sinn, dass ich das jetzt hier angefangen habe. Außerdem bin ich gerade in die Klassik aufgestiegen und…“
Und so weiter… Plötzlich fragt man sich dann völlig entgeistert, woher die 8 Stunden Spielzeit kommen die mir Steam  in meiner Bibliothek anzeigt, wenn ich mit dem Cursor über Cid Maier’s Civilization V fahre.

Das schlimmste bei all dem: es handelt sich hierbei lediglich um die Demo Version die ich bis jetzt 3x angefangen habe, und ich einfach unheimlich genieße!

Wie krieg ich die Balance hin, dass meine Städte reichlich mit Nahrung versorgt sind, so dass sie schnell wachsen und gleichzeitig genug Geld habe um den Unterhalt meiner Gebäude zu zahlen.

Verbinde ich meine Städte, und wo schicke ich überhaupt meine Siedler hin? Kann ich Attila dem Hunnen trauen? Greife ich die Holländer an? Welche Religion gründe ich, welche Glaubenssätze wähle ich und welche Sozialpolitiken führe ich ein?

Die Tiefe und Vielfalt des Spieles sind wirklich enorm, es gint so unheimlich viele Möglichkeiten was man machen udn udn wie man all das angeht.

All das sind Dinge die mein von der Idee der Weltherrschaft besessenen Geist beschäftigen. Es klingt komplex? Ist es auch. Leider enthält die Deo Version kein Tutorial, weswegen ich mir vorkam wie eine kleine Kriegertruppe die eine große Stadt erobern will, als ich das erste Mal angefangen hab.

Aber es geht mittlerweile.  Die Balance ist schwer zu finden(so ohne Einführung, die komplette Version verfügt natürlich über ein Tutorial), aber mittlerweile habe ich gelernt worauf es ankommt. Glaube ich zumindest.  Und es fesselt mich. Sehr.

 

Book of Inspirations ( wie viel besser das klingt als Ideen-Buch oO )

10 Jul

In letzter Zeit bin ich rastlos. Ständig am Rennen -von Uni nach Haus, zum Freund, in die Stadt, zu Eltern- versuchen alles im Kopf zu behalten, Blogs durchwühlen, Motivation suchen und Bilder finden. Also um es gelinde auszudrücken, mein Kopf ist voll und das Ergebnis davon sind täglich sich erneuernde To-Do-Listen, Einkaufszettel. Und trotzdem bleibt immer irgendwie etwas auf dem Weg, weil ich meine Ideen und Gedanken, die einem Unterwegs entgegenspringen nicht einfangen kann.

Deswegen habe ich angefangen vor einer Weile, ein „Idee-Heft“ zu führen.  Es soll einfach dazu dienen eben diese flinken Eindrücke festzuhalten, unterwegs, zuhause, überall. Zudem ist es der Versuch all diese Ideen auch etwas hübscher darzustellen, ähnlich einem Scrap-Book (was ja normalerweise mehr ein Fotoalbum ist, also in meinem Fall auch ein „Smash-Book“ genannt).

(So was Ähnliches findet ihr HIER bei Magnoliaelectric, bei der ich mir öfters mal Sachen abschaue)

Für diesen Zweck hab ich einfach ein Ringblock im A5 Format genommen, und versuche dort nun immer alles schnell aufzuschreiben was mir einfällt, was ich basteln möchte zum Beispiel. Aber auch Bilder die ich in Zeitschriften finde kleb ich hier ein, sei es nun eine Inspiration oder einfach ein schönes Bild.

Somit fungiert das ganze etwas wie eine analoge Version von Pinterest

(mein Pinterest Profil)

Wie nun schon erwähnt sollen diese Eindrücke, Ideen und Insprationen allerdings auch schön Präsentiert werden.

Bei der Scrapbook-Werkstatt findet man allerlei Zubehör, auch direkt für solche „vorhaben“ gestaltete Smash-Books, Washi- und Masking-Tapes und vieles mehr, was das kreative Herz benötigt.

Nun bin ich ja leider auch „bloß“ Studentin und zudem dem DIY-Wahn auch noch nicht allzu lange verfallen, so, dass ich kaum Materialien da hab oder gar kaufen kann, um mein Buch zu schmücken.

Da kam mir die Idee, die mir um ehrlich zu sein, teilweise mehr Freude bereitet als Ideen in das Buch einzutragen: ich durchforste Zeitschriften nach schönen Trennlinien, Bildern, Hintergründen um sie dann auszuschneiden und einkleben zu können. Damit beschäftige ich mich wie gesagt einfach unheimlich gerne und außerdem spare ich damit auch ein bisschen.

Das durchsichtige Papier für die Tasche und die Trennlinien hab ich aus einem Katalog ausgeschnitten den ich gefunden hab wo ich mit meinen Eltern im Urlaub war, nun werden sie nicht mehr Spa-Angebote trennen sondern meine Ideen ordnen.

Diese Seite sollte der selbstgemachten Kosmetik gewidmet werden. Also das wurde sie auch ^^ Das Papier hab ich allerdings in einem Bastel-Laden ergattert.

Hier sind einfach ein paar Bilder aus dem Katalog eines schwedischen Möbelhauses und Gedanken zu einem Entspann-Abend irgendwann : )

Wie gesaat, es ist ein einfacher Block, aber diese einlege-Scheibe mit den vorgedruckt Linien macht das geradeaus-Schreiben echt einfach, und das Gummiband hält auch alle losen Blätter und Bilder da wo sie im Buch bleiben sollen

Außerdem habe ich bei (ja mal wieder, ich bin so süchtig nach dieser Seite im Moment) Pinterest einige Druckvorlagen gefunden für Schilder, Labels und so weiter. So kann ich sie mir bei Bedarf ausdrucken, oder in ein Copy-Shop gehen( Zweiteres ist vermutlich nicht sehr viel billiger, aber man kann eben kleine Mengen produzieren). Natürlich sind somit nicht alle Motive, Schablonen und ähnliches so schön, aber aller Anfang ist schwer: )

Und.. Ja. Das war es auch schon, mit der Vorstellung meines Buches und einigen Ideen zu dessen Gestaltung. Super. Ich kann wieder etwas auf meiner To-Do-Liste abhaken!